Fit im Alltag zu sein – das bedeutet nicht intensiver Sport, sondern ganz alltägliche Aktivtäten wie Radfahren, Treppensteigen, Hausarbeit, Spazierengehen … Erfahre, warum Alltagsbewegung so wichtig für Deine Gesundheit ist und wie Du regelmäßige Bewegung in Deinen Alltag integrieren kannst.


Fit im Alltag? Fakt ist: Wir bewegen uns im Allgemeinen zu wenig!

Untersuchungen zufolge bewegen sich die meisten Deutschen weniger als 30 Minuten am Tag1 und sitzen täglich rund 10 Stunden.2 Auch eine Analyse zur körperlichen Aktivität bei Erwachsenen kommt zu diesem Ergebnis: „Ein großer Teil der Bevölkerung bewegt sich zu wenig. Im Jahr 2022 lag der Anteil inaktiver Erwachsener weltweit bei 31,3 %; dies ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den Jahren 2000 (23,4 %) und 2010 (26,4 %).“3

Diese körperliche Inaktivität kann nicht nur chronische Rückenschmerzen verursachen, sondern insgesamt schwerwiegende Folgen für unsere Gesundheit haben. Dazu gehören Arthrose, Muskelabbau, Herz-Kreislauf-Probleme, Übergewicht, Herzinfarkt, Schlaganfall, Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes.

150 Minuten

Bewegung pro Woche für Erwachsene empfiehlt die WHO

Experten-Empfehlungen für Bewegung im Alltag

Um Krankheiten zu vermeiden, empfehlen die Weltgesundheitsorganisation (WHO)1, das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)2 Erwachsenen:

✓ Ausdauer: mindestens 150 Minuten pro Woche moderate Bewegung mit mittlerer bis hoher Intensität, zum Beispiel Spazierengehen oder Radfahren.

✓ Muskelkräftigung: an mindestens zwei Tagen Übungen zur Kräftigung der Muskulatur.

✓ Weitere Gesundheitseffekte können erzielt werden, wenn der Umfang und/oder die Intensität über diese Empfehlungen hinaus gesteigert werden.

✓ Erwachsene sollten lange, ununterbrochene Sitzphasen meiden und nach Möglichkeit das Sitzen regelmäßig mit körperlicher Aktivität unterbrechen.

Bewegung im Alltag – der Schlüssel zur Gesundheit

Was ist Alltagsbewegung?

Mit Bewegung im Alltag ist jegliche körperliche Aktivität gemeint, bei der Energie verbraucht wird und die Muskeln bewegt werden, ob Treppengehen, Radfahren, Putzen, Gartenarbeit oder berufliche körperliche Tätigkeiten.

Bewegung im Alltag bedeutet nicht Sport im Sinne von gezielten, strukturierten und wiederholten körperlichen Aktivitäten mit dem Ziel, die Fitness (Leistungssport und Freizeitsport) und Gesundheit (Gesundheitssport) zu verbessern.

Was passiert durch Bewegung im Körper?

Regelmäßige Bewegung, die wir im Laufe des Tages, bei der Arbeit und im Alltag ausüben, wird unterschätzt und nicht als gesundheitsfördernd angesehen. Dabei tragen alle körperlichen Aktivitäten und jegliche Alltagsbewegungen zur körperlichen Gesundheit bei. Wer regelmäßig Bewegung in den Alltag integriert, regt zahlreiche Vorgänge und Funktionen im Körper an:

  • Das Herz schlägt schneller
  • Nährstoffe werden in die Muskeln transportiert
  • Die Muskeln verbrauchen Kalorien
  • Die Atmung wird stärker
  • Sauerstoff wird in das Blut transportiert
  • Die Durchblutung wird gesteigert
  • Der Stoffwechsel wird verbessert
  • Botenstoffe aus den Muskelzellen bauen Fett ab
  • Der Herzmuskel wird gestärkt
  • Stresshormone werden abgebaut
  • Glückshormone (Endorphine, Serotonin) werden freigesetzt
  • Der Energieverbrauch steigt
  • Der Knorpel wird mit Nährstoffen versorgt

Keine Bewegung ohne Muskeln. Keine Muskeln ohne Bewegung.

Ohne Muskeln können wir uns nicht aktiv bewegen und ohne Bewegung kommt es sehr schnell zum Muskelabbau. Dabei geht es nicht unbedingt um „Muckis“ und Leistungsfähigkeit. Muskeln haben eine weit wichtigere Funktion. Gut trainierte Muskeln stabilisieren und entlasten die Gelenke. Schwache Muskeln vermindern die Stabilität und Funktionsfähigkeit der Gelenke. Dies kann zu falscher Haltung, Verspannungen, Fehlbelastungen und Rückenschmerzen führen.

"Wer rastet, der rostet."

Diese Redewendung ist so alt wie wahr. Muskeln werden nach und nach abgebaut, wenn sie nicht gebraucht werden. Durch regelmäßige Bewegung bleibt der Körper buchstäblich in Schwung und rostet nicht.

Ohne regelmäßige Bewegung leidet die Gesundheit

Die positiven und negativen Auswirkungen von Bewegung im Allag auf einen Blick

Regelmäßige Bewegung wirkt sich positiv aus auf:
Bewegungsmangel wirkt sich negativ aus auf:

Bewegungsapparat, Muskeln & Kraft
· Starke Muskulatur
· Bessere Haltung
· Stabile, funktionsfähige Gelenke
· Versorgung des Knorpels
· Höhere Leistungsfähigkeit und Ausdauer
· Belastbare Sehnen
· Geringeres Osteoporose-Risiko
· Geringeres Sturz-Risiko


Bewegungsapparat, Muskeln & Kraft
· Muskelabbau
· Haltungsschwächen
· Haltungsfehler
· Arthrose
· Chronische Rückenbeschwerden
· Bandscheibenprobleme
· Geringere Kraft und Ausdauer
· Höhere Sturzgefahr
· Höheres Osteoporose-Risiko
· Instabile Gelenke
· Gelenkbeschwerden

Herz-Kreislauf-System           
· Gut durchblutete Gefäße
· Starkes Herz
· Ruhepuls und Blutdruck sinken
· Bessere Cholesterinwerte

Herz-Kreislauf-System
· Herzerkrankungen
· Herzinfarkt
· Ungünstige Blutfette
· Bluthochdruck
· Arteriosklerose
· Schlechtere Gefäßfunktion

Stoffwechsel & Blutzucker   
· Gesunder Stoffwechsel
· Gute Blutzuckerwerte
· Höherer Grundumsatz

Stoffwechsel & Blutzucker
· Niedrigere Fettverbrennung
· Zuwachs an Bauchfett
· Insulinresistenz
· Erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes

Immunsystem
· Weniger Infekte

Immunsystem
· Schwaches Immunsystem
· Höhere Infektanfälligkeit
· Entzündungsneigung

Regelmäßige Bewegung wirkt sich positiv aus auf:
Bewegungsmangel wirkt sich negativ aus auf:

Bewegungsapparat, Muskeln & Kraft
· Starke Muskulatur
· Bessere Haltung
· Stabile, funktionsfähige Gelenke
· Versorgung des Knorpels
· Höhere Leistungsfähigkeit und Ausdauer
· Belastbare Sehnen
· Geringeres Osteoporose-Risiko
· Geringeres Sturz-Risiko


Bewegungsapparat, Muskeln & Kraft
· Muskelabbau
· Haltungsschwächen
· Haltungsfehler
· Arthrose
· Chronische Rückenbeschwerden
· Bandscheibenprobleme
· Geringere Kraft und Ausdauer
· Höhere Sturzgefahr
· Höheres Osteoporose-Risiko
· Instabile Gelenke
· Gelenkbeschwerden

Herz-Kreislauf-System           
· Gut durchblutete Gefäße
· Starkes Herz
· Ruhepuls und Blutdruck sinken
· Bessere Cholesterinwerte

Herz-Kreislauf-System
· Herzerkrankungen
· Herzinfarkt
· Ungünstige Blutfette
· Bluthochdruck
· Arteriosklerose
· Schlechtere Gefäßfunktion

Stoffwechsel & Blutzucker   
· Gesunder Stoffwechsel
· Gute Blutzuckerwerte
· Höherer Grundumsatz

Stoffwechsel & Blutzucker
· Niedrigere Fettverbrennung
· Zuwachs an Bauchfett
· Insulinresistenz
· Erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes

Immunsystem
· Weniger Infekte

Immunsystem
· Schwaches Immunsystem
· Höhere Infektanfälligkeit
· Entzündungsneigung

Tipps, um Bewegung langfristig in den Alltag zu integrieren

Für einen gesunden Rücken und eine insgesamt körperlich gute Verfassung ist es wichtig, nicht nur gezielt Sport zu treiben, sondern den Alltag aktiver zu gestalten. So einfach geht’s:

Tipps für mehr Bewegung im Alltag
  • So oft wie möglich Fahrrad fahren – dies ist eine der gelenkschonendsten Bewegungsarten, bei der fast alle Muskeln bewegt werden.
  • Zügiges Gehen verbraucht Kalorien, stärkt Herz und Kreislauf, senkt den Blutdruck und regt den Stoffwechsel an.
  • Gartenarbeit und Putzen bewegt alle Muskeln. Nimm die Hausarbeit sportlich und gestalte zum Beispiel das Fensterputzen als Workout mit Deiner Lieblingsmusik.

  • Weniger Fernsehen+Handy und mehr Rücken-Übungen⁠ zwischendurch.
  • So oft wie möglich das Sitzen durch kleine Bewegungspausen unterbrechen – das entspannt die Rückenmuskulatur.
  • Treppen gehen (statt Fahrstuhl nehmen) stärkt die Beinmuskulatur.
  • In der Mittagspause nicht schon wieder sitzen, sondern einen Spaziergang machen.
  • Du nutzt einen digitalen Schrittzähler? Tägliche Schrittziele fördern die Bewegung im Alltag.
  • Versuche, so oft wie möglich kurze Bewegungseinheiten in den Alltag und Arbeitsalltag integrieren. Nutze unsere Tipps: Mit Rückenschmerzen arbeiten⁠
  • Am Arbeitsplatz die 40-15-5-Regel anwenden: 40 Minuten sitzen, 15 Minuten stehen, 5 Minuten umhergehen oder kurze Dehnübungen machen.
  • Beim Telefonieren umhergehen – das aktiviert den Kreislauf.
  • Beim Zähneputzen abwechselnd auf einem Bein balancieren, in die Knie gehen, auf die Fußspitzen stellen, um das Gleichgewicht und die Koordinationzu trainieren.

Durch Routine lässt sich Bewegung einfacher in den Alltag integrieren

Bewegungs-Rituale helfen Dir dabei, dass Aktivitäten zum selbstverständlichen Bestandteil Deines Alltags werden. Langfristige Gewohnheiten halten Dich außerdem davon ab, nach Ausreden zu suchen. Der große Vorteil von Alltagsbewegung ist, dass Du Sie einfacher in den täglichen Ablauf integrieren kannst als zum Beispiel einen Rückenkurs im Sportstudio oder Verein.

Ideen für mehr Bewegungs-Routine im Alltag:

  1. Morgens bewegt starten: Mache ein paar Dehn- und Streck-Übungen, anstatt Dich direkt an den Frühstückstisch zu setzen. Du fühlst Dich dank der Morgengymnastik garantiert besser und startest motiviert in den Tag.
  2. Mittags eine Runde drehen: Bestimmt gibt es einen Park oder ein ähnliches schönes Ziel in der Nähe, um eine halbe Stunde zügig spazieren zu gehen.
  3. Abends aktiv genießen: Erst der Rücken, dann die Couch. Ohne Termine, ohne Geräte und ohne Fitnessstudio kannst Du zuhause im Wohnzimmer ein paar Rücken-Übungen machen. Zum Beispiel die Katze-Kuh-Übung zur Entspannung der Wirbelsäule⁠. Auch der abendliche kleine Spaziergang hilft, im Alltag fit zu bleiben.

Fit im Alltag mit gezielten Rückenübungen für zuhause

Um Deine Rückengesundheit durch regelmäßige Bewegung zu verbessern, brauchst Du kein Fitnessstudio und keine speziellen Geräte. Viel wirksamer ist es, sich regelmäßig und richtig zu bewegen. Unsere Trainingsvideos zur Kräftigung, Dehnung und Entspannung⁠ helfen Dir dabei, Deine körperliche Aktivität zu steigern und Deine Lendenwirbelsäule zu stärken.

„Bewegung ist unfassbar wichtig für den gesamten Körper. Mit einem guten Hilfsmittel kann man weiter in Bewegung bleiben“, erklärt Orthopädietechniker Timo Papatzimos. „Eine schmerzlindernde Bandage oder Orthese kann also Teil der Lösung bei Rückenbeschwerden sein: Weniger Schmerzen -> mehr Bewegung im Alltag -> starker Rücken.“6

Genug gesessen!

So können Viel-Sitzer mehr Bewegung in den Alltag integrieren

Die meisten Menschen sitzen zu viel. Dies schadet der Gesundheit insgesamt – der Stoffwechsel ist weniger aktiv und die Muskulatur wird nicht beansprucht. Bewegungsmangel führt zu steifen Gelenken und einer schlechten Körperhaltung. Man wird immer unbeweglicher. Du kommst beim Bücken nicht mit den Händen auf den Boden? Du kannst nur mit Schwierigkeiten über die Schulter gucken? Von der Couch aufzustehen, fällt Dir schwer? All dies sind typische Anzeichen von Bewegungsmangel. Erst wenn wir Schmerzen haben, merken wir, dass wir etwas falsch gemacht haben. Aber es ist nie zu spät, etwas dagegen zu tun.

Aktive Pausen

Wenn Du im Alltag und Beruf sehr viel sitzt, mache so oft wie möglich aktive Pausen, um die negativen Folgen des Sitzens auszugleichen. Stell Dir einen Timer, der Dich ans Aufstehen erinnert. Versuche zum Beispiel, jede halbe Stunde ein paar Schritte zu gehen, Dich zu recken und strecken und regelmäßig die Stellung und Haltung am Schreibtisch zu ändern. Das entlastet die Wirbelsäule und dient dem Muskelaufbau. Wer keine Gelegenheit dazu hat, sollte wenigstens in der Mittagspause einen kleinen Spaziergang machen. Doch auch Nicht-Vielsitzer können an Rückenbeschwerden leiden, sei es aufgrund belastender körperlicher Tätigkeiten oder aufgrund von stundenlangem Stehen. Hier gilt ebenfalls: Sobald es möglich ist, bringe Abwechslung in die starre und immer gleiche Haltung. Regelmäßige Bewegung ist nicht nur gut für den Muskelaufbau. Ein aktives Leben stärkt das Immunsystem, steigert das Wohlbefinden und hilft, Stress abzubauen.

Tipp: Kurze Bewegungseinheiten funktionieren immer und überall

Diese kleinen Übungen für mehr Bewegung kannst Du ohne Aufwand spontan und überall in Deinen Alltag integrieren – ob im Büro, zuhause oder unterwegs. Das geht ganz ohne Geräte und am besten im Stehen. Je öfter, desto besser, denn so unterbrichst Du starre und belastende Dauerhaltungen.

  • Die Schultern vorwärts und rückwärts kreisen.
  • Im Stand marschieren, dabei die Arme mitschwingen.
  • Den Kopf hin und her drehen und zur Seite neigen.
  • Für eine Rotation der Wirbelsäule den Oberkörper im Wechsel nach links und rechts drehen.
  • Die Arme abwechselnd nach oben strecken und in die Luft greifen, als wolltest Du Äpfel pflücken.
  • Die Arme beugen, eng an den Körper legen und kleine Hackbewegungen machen.
  • Kniebeugen mit gestreckten Armen machen.
  • Eine Wasserflasche als Kurzhantel nutzen und diese langsam heben und senken. Mal die Arme nach vorne und mal die Arme zur Seite strecken.
  • Katze-Kuh im Stehen, d.h. breitbeinig aufstellen, etwas nach vorne beugen und abwechselnd einen Rundrücken und Hohlrücken machen.
  • Standwaage: Abwechselnd auf einem Bein stehen und dabei das andere Bein nach hinten strecken und die Arme nach vorne oder zur Seite ausstrecken.
  • Hände auf eine Stuhllehne legen und die Beine abwechselnd nach rechts und links abspreizen.

Bewegung im Alltag – Ideen zur Motivation

Die einen sind kaum zu bremsen, die anderen brauchen eine Motivation, um sich mehr zu bewegen. Warum ist das so? Laut einer Studie der Universität Basel steckt „Faulsein“ in den Genen: „Studien zeigen, dass der genetische Anteil beim Bewegungsverhalten zwischen 30 und 70 Prozent liegt. Man muss also vorsichtig sein mit Schuldzuweisungen.“7

Faktoren für die Lust an der Bewegung

  • Unterstützendes soziales Umfeld
  • Familie und Freunde führen ein aktives Leben
  • Aktivitäten, die Spaß machen
  • Aktivität wird als entlastend angesehen
  • Erfahrung, dass Bewegung im Alltag gut tut

Faktoren für die Unlust an der Bewegung

  • Keine Zeit für körperliche Aktivität
  • Gewohnheiten fördern Inaktivität
  • Alltag mit viel Sitzen
  • Geringe Freude an Aktivität
  • Angst vor Überforderung oder Schmerzen
  • Ausreden

Was tun? Suche Dir Aktivitäten, die Dir Spaß machen.

„Man sollte nach einer Bewegung suchen, die zu einem passt, und zwar so lange, bis diese Aktivität gefunden ist.7 Auch eine Studie zur Sportpsychologie der Deutschen Sportakademie8 besagt: „Langfristige Bewegungsmotivation gelingt am besten, wenn man Freude statt puren Willen nutzt.“ Als wichtige motivierende Faktoren werden genannt:

  • Erfolge: „Ich schaffe jedes Mal mehr Kilometer bei meiner Radtour“.
  • Aktivitäten selbst bestimmen: „Spazieren gehen gefällt mir besser als Radfahren.“ 
  • Gemeinsam aktiv sein: „Ich verabrede mich mit Freunden zur Radtour.“

Am effektivsten ist, was Dir Spaß macht, denn umso mehr Ausdauer wirst Du haben.

Warum dabei nicht auch etwas verspielt sein?

Bei diesen Aktivitäten kommen weder die Bewegung noch der Spaß zu kurz:

  • Boule
  • Frisbee
  • Geschicklichkeitsspiele wie Wikinger-Schach, Mölkky oder Cornhole
  • Geocaching (Schatzsuche in der Natur)
  • Kegeln
  • Tanzkurs
  • Hula-Hoop
  • Tischtennis

Tipp: Spielerische Balanceübungen

  • Seiltanz: Auf eine Linie mit geschlossenen Augen wie auf einem Hochseil balancieren.
  • Flamingo: Auf einem Bein stehen und mit dem anderen Bein Buchstaben in die Luft malen.
  • Buch-Balance: Mit einem Buch auf dem Kopf durch den Raum gehen.
  • Jongleur: Auf einem Bein stehend einen kleinen Ball von der linken in die rechte Hand und umgekehrt werfen.
  • Storch: Wie beim Wassertreten die Bein abwechselnd langsam anheben und vorwärts gehen, als würde man über ein Hindernis gehen.

Regelmäßige Bewegung: Helfen Schrittzähler und Smartwatches?

Nichts geht und läuft mehr ohne: Digitale Fitnesstracker sind heutzutage fast ein Muss sowohl für Sportfans als auch für jene, die eine Motivation für mehr Bewegung im Alltag brauchen. Viele Nutzerinnen und Nutzer erwarten, dass sie durch ein sogenanntes „Wearable“ (elektronisches Gerät zur Datenerfassung von Bewegung im Alltag und beim Sport) konsequenter bei ihren Aktivitäten sind und ihr Aktivitätslevel steigern können.

So können Schrittzähler hilfreich sein, mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren. Aber mit dem ständigen Blick auf die Uhr oder den Fitnesstracker ist es natürlich nicht getan. Moderne Fitness-Tools, teure Laufschuhe und das Abo im Fitness-Studio ersetzen keinen ungesunden Lebensstil. Man musss sich schon regelmäßig bewegen!

Typische Ausreden

Keine Zeit!

Was gibt es Wichtigeres als die eigene Gesundheit? Dafür sollte man sich immer Zeit nehmen. Schon Sebastian Kneipp wusste; „Wer keine Zeit für seine Gesundheit hat, wird später viel Zeit für seine Krankheiten brauchen.“ Vorteil von Bewegung im Alltag ist, dass man sich die Zeit für Bewegung selbst einteilen kann und keine Termine wie im Fitnessstudio braucht, sondern regelmäßige Bewegung automatisch in den Alltag und Tagesablauf integrieren kann. Am einfachsten ist es, wenn man langfristige Bewegungsgewohnheiten entwickelt und die Bewegung im Alltag zur Routine wird. Zeitmangel darf kein Hindernis und keine Ausrede sein.
Tipp für mehr Bewegung im Alltag: Nutze Pausen für kleine Dehn- und Streckübungen.


Es regnet!

Regen gehört wohl zu den häufigsten Gründen (oder Ausreden), das Fahrrad stehen zu lassen und das Auto zu nehmen.
Tipp für mehr Bewegung im Alltag: Besorge Dir einfach eine Regenjacke und Regenhose und schon steht dem Radfahren im Regen nichts mehr im Weg.


Morgen fange ich an!

Den Gedanken kennen wir alle. Wie wäre es mit „Jetzt“?
Tipp für mehr Bewegung im Alltag: Verabrede Dich noch heute mit Freunden zum Spaziergang oder zur Radtour, dann kannst Du Deine Bewegungseinheiten nicht auf morgen verschieben. Und gemeinsam machen Aktivitäten, die die Bewegung im Alltag fördern, oft mehr Spaß.

Bewegung im Alltag – häufige Fragen

Wie viel sollte man sich bewegen?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Erwachsenen rund eine halbe Stunde moderate Bewegung pro Tag. Dazu gehören zum Beispiel auch Treppensteigen oder zügiges Gehen. Bewegungspausen den ganzen Tag über sind dabei besonders effektiv für die Gesundheit. Mehr Bewegung und Sport darf es natürlich immer sein.

Welcher Sport ist empfehlenswert, um im Alltag fit zu sein?

Es muss kein Leistungssport sein. Rückenschonende Sportarten⁠ sind beispielsweise Schwimmen, Yoga, Pilates und Radfahren. Besonders wichtig neben Deinem Sport oder Deinen gezielten Rückenübungen ist aber auch, regelmäßige Bewegung in den Alltag zu integrieren.

Wie bewege ich mich richtig für meine Rückengesundheit?

Durch abwechslungsreiches Training, eine gute Körperhaltung und regelmäßige Bewegung stärkst und entspannst Du Deine Wirbelsäule. Nutze unsere Tipps für einen gesunden Rücken⁠.

Welche Alltagsbewegung ist am besten?

Das lässt sich nicht pauschal sagen, denn fast jede Alltagsbewegung tut Deinem Körper gut – sei es Spazierengehen, Treppensteigen oder Radfahren. Für Deinen Rücken ist Abwechslung das Beste. Das heißt: Starres Sitzen durch Bewegungspausen unterbrechen oder beim Stehen aktive Bewegungen machen (Gewicht verlagern). Auch das Gehen kannst Du variantenreich gestalten: Mache mal große und mal kleine Schritte oder gehe mal seitwärts und mal rückwärts.

Wie kann ein Rückenorthese helfen, Bewegung in den Alltag zu integrieren?

Eine Rückenorthese kann dazu beitragen kann, die richtige Körperhaltung zu finden und Deinen Rücken beweglicher zu machen. Sprich Deine Ärztin/Deinen Arzt darauf an, ob eine Rückenorthese für Dich sinnvoll ist. Weitere Informationen zu Rückenbandagen und Rückenorthesen.⁠

Was hat NEAT (Non-Exercise Activity Thermogenesis) mit Bewegung im Alltag zu tun?

Dieser Begriff bezieht sich auf den täglichen Energieverbrauch, der durch körperliche Aktivitäten im Alltag und die nicht explizit durch gezielten Sport oder Training (Non-Exercise Activity) entsteht. Denn nicht nur beim Sport, auch bei alltäglichen Dingen wie Spazierengehen, Kochen, Putzen, Einkaufen, Radfahren, Wäsche waschen, Treppen steigen oder Bewegung am Arbeitsplatz verbrennen wir Kalorien, stärken die Muskulatur und bringen den Stoffwechsel und Kreislauf in Schwung.

Quellen

1 Strain T, Flaxman S, Guthold R, Semenova E, Cowan M, Riley LM, et al. National, regional, and global trends in insufficient physical activi­ty among adults from 2000 to 2022: a pooled analysis of 507 popula­tion-based surveys with 5·7 million participants. Lancet Glob Health. 2024;12(8):e1232-e1243. doi:10.1016/S2214-109X(24)00150-5

2 Techniker Krankenkasse (2022): TK-Studie „Beweg dich, Deutschland! www.tk.de/presse/themen/praevention/gesundheitsstudien/tk-studie-2022-beweg-dich-deutschland-2137706⁠

3 DKV (2025): Wie gesund lebt Deutschland? Deutsche Krankenversicherung AG, Deutsche Sporthochschule Köln und Universität Würzburg. Umfrage zum Gesundheitsverhalten der Deutschen.
https://www.dshs-koeln.de/universitaet/newsroom/meldungen/detail/news/dkv-report-2025-deutschland-im-gesundheitscheck⁠

4 WHO: Physical activity.
https://www.who.int/initiatives/behealthy/physical-activity⁠

5 Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (2017): Nationale Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung.
https://shop.bioeg.de/sonderheft-03-nationale-empfehlungen-fuer-bewegung-und-bewegungsfoerd-60640103/⁠

6 Markus Gerber et al (2024): Psychophysiological foundations of human physical activity behavior and motivation: theories, systems, mechanisms, evolution, and genetics.
journals.physiology.org/doi/full/10.1152/physrev.00021.2024⁠
www.unibas.ch/de/Aktuell/News/Uni-Research/Auch-Faulsein-steckt-in-unseren-Genen.html⁠

7 Deutsche Sportakademie (2023): Sportmotivation – was motiviert zum Sport? https://www.deutschesportakademie.de/blog/sportmotivation⁠

8 „Regelmäßige Bewegung ist bei Arthrose unfassbar wichtig.“ Experten-Interview mit Orthopädietechniker Timo Papatzimos.
https://www.ossur.com/de-de/orthetik/online-ratgeber/interview-sanitaetshaus⁠