Mit Rückenschmerzen arbeiten: Tipps für Arbeit & Alltag

Laut einer Umfrage der „Aktion Gesunder Rücken“ leiden 80 % der Arbeitnehmenden in Deutschland regelmäßig unter Rückenschmerzen. Nicht selten kommen die Rückenschmerzen von der Arbeit. Der Gesundheitsatlas der AOK besagt, dass jede dritte Person in Deutschland Rückenschmerzen hat. Das Robert-Koch-Institut (RKI) benennt in einer Studie zur Krankheitslast in Deutschland sogar zwei Drittel der Bevölkerung mit Rückenschmerzen. Dabei kommen laut RKI Schmerzen im unteren Rücken doppelt so häufig vor wie Schmerzen im oberen Rücken.

Mehr als 80 %

der Arbeitnehmenden aller Branchen in Deutschland leiden mehrmals im Jahr unter Rückenschmerzen, so das Ergebnis einer repräsentativen im Auftrag der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. 

Das betrifft Dich auch und Du arbeitest oft oder regelmäßig mit Rückenschmerzen?
Dann nutze unsere Tipps für ein rückengerechtes Arbeiten und Leben.

Rückenschmerzen von der Arbeit:
Ursachen und Lösungen

Die einen überstrapazieren ihren Rücken durch schwere körperliche Arbeit, die anderen sitzen oder stehen zu viel. Dies belastet die Wirbelsäule und führt sowohl zu akuten als auch zu dauerhaften Rückenschmerzen.

Rückengerechtes Arbeiten mit schwerer körperlicher Belastung
Rückengerechtes Arbeiten im Sitzen und Stehen

Ob Pflege, Handwerk, Straßenbau, Montage, Logistik, Produktion, Landwirtschaft oder Gastronomie … In körperlich fordernden Berufen kommt es zu schweren Belastungen und Haltungen, die Rückenschmerzen verursachen.

Büro, Homeoffice, Verkauf, Berufskraftfahrerinnen/Berufskraftfahrer (Bus, LKW, Taxi etc.) … Das Arbeiten überwiegend im Sitzen ist aufgrund der statischen Haltung und des Bewegungsmangels nicht rückengerecht. Im Homeoffice bewegen sich die Berufstätigen laut Umfragen sogar noch weniger als im Büro, weil Gehstrecken und aktive Pausen wegfallen.

Die Ursachen

  • Fehlbelastung und Überlastung
  • Heben und Tragen von schweren Lasten
  • Häufiges Bücken, gekrümmte Haltung
  • Dauerhaftes Verharren in ungünstigen Positionen (z.B. am Fließband)
  • Vibrationsbelastungen (Baufahrzeuge, LKW, Traktoren)
  • Statische Haltung und langes Verharren in derselben Position (Sitzen und Stehen)
  • Bewegungsmangel
  • Starre, vorgebeugte Haltung von dem Computer
  • Dauerhafte Drehbewegungen an der Kasse

Was tun bei Rückenschmerzen bei der Arbeit? Wie kann man rückengerechtes Arbeiten in der Pflege und Altenpflege, im Handwerk, in der Kita, im Büro, in Bauberufen, in der Logistik, am Fließband etc. fördern?

Weitere Auslöser für Rückenschmerzen, unabhängig vom Beruf, sind Bewegungsmangel und Stress bei der Arbeit.

Die Lösung

  • Häufige Pausen und Positionswechsel
  • Technische Arbeitshilfen, um Fehlbelastungen zu reduzieren
  • Lasten eng am Körper tragen und auf beide Seiten verteilen
  • Spezielle Schulungen, um durch Arbeitstechniken und Hilfsmittel mit den berufsbedingten Belastungen des Rückens besser umzugehen
  • Bewegung in den Arbeitsalltag integrieren
  • Oft die Haltung verändern
  • Regelmäßig aufstehen und gehen
  • Zwischen sitzender und stehender Arbeit wechseln
  • Bewegungspausen mit Rücken- und Dehnübungen
  • Arbeitsplatz ergonomisch optimieren
  • Stehhilfen, verstellbarer Schreibtisch
  • Aktive Mittagspause, z.B. eine Runde spazieren gehen
  • Betriebssport initiieren
Rückengerechtes Arbeiten mit schwerer körperlicher Belastung
Rückengerechtes Arbeiten im Sitzen und Stehen

Ob Pflege, Handwerk, Straßenbau, Montage, Logistik, Produktion, Landwirtschaft oder Gastronomie … In körperlich fordernden Berufen kommt es zu schweren Belastungen und Haltungen, die Rückenschmerzen verursachen.

Büro, Homeoffice, Verkauf, Berufskraftfahrerinnen/Berufskraftfahrer (Bus, LKW, Taxi etc.) … Das Arbeiten überwiegend im Sitzen ist aufgrund der statischen Haltung und des Bewegungsmangels nicht rückengerecht. Im Homeoffice bewegen sich die Berufstätigen laut Umfragen sogar noch weniger als im Büro, weil Gehstrecken und aktive Pausen wegfallen.

Die Ursachen

  • Fehlbelastung und Überlastung
  • Heben und Tragen von schweren Lasten
  • Häufiges Bücken, gekrümmte Haltung
  • Dauerhaftes Verharren in ungünstigen Positionen (z.B. am Fließband)
  • Vibrationsbelastungen (Baufahrzeuge, LKW, Traktoren)
  • Statische Haltung und langes Verharren in derselben Position (Sitzen und Stehen)
  • Bewegungsmangel
  • Starre, vorgebeugte Haltung von dem Computer
  • Dauerhafte Drehbewegungen an der Kasse

Was tun bei Rückenschmerzen bei der Arbeit? Wie kann man rückengerechtes Arbeiten in der Pflege und Altenpflege, im Handwerk, in der Kita, im Büro, in Bauberufen, in der Logistik, am Fließband etc. fördern?

Weitere Auslöser für Rückenschmerzen, unabhängig vom Beruf, sind Bewegungsmangel und Stress bei der Arbeit.

Die Lösung

  • Häufige Pausen und Positionswechsel
  • Technische Arbeitshilfen, um Fehlbelastungen zu reduzieren
  • Lasten eng am Körper tragen und auf beide Seiten verteilen
  • Spezielle Schulungen, um durch Arbeitstechniken und Hilfsmittel mit den berufsbedingten Belastungen des Rückens besser umzugehen
  • Bewegung in den Arbeitsalltag integrieren
  • Oft die Haltung verändern
  • Regelmäßig aufstehen und gehen
  • Zwischen sitzender und stehender Arbeit wechseln
  • Bewegungspausen mit Rücken- und Dehnübungen
  • Arbeitsplatz ergonomisch optimieren
  • Stehhilfen, verstellbarer Schreibtisch
  • Aktive Mittagspause, z.B. eine Runde spazieren gehen
  • Betriebssport initiieren

Rückenschmerzen durch die Arbeit?
Bewegung im Alltag!

Was tun bei Rückenschmerzen durch die Arbeit? Wer körperlich hart arbeitet, dem fehlt es verständlicherweise an Motivation, nach der Arbeit noch sportlich aktiv zu sein. Trotzdem ist rückenschonende Bewegung das Fundament für eine schmerzfreie Wirbelsäule. Wer dagegen in seinem Beruf ausschließlich sitzt oder steht, sollte sich in den Pausen und in der Freizeit viel bewegen und den Bewegungsmangel im Feierabend ausgleichen.

Bewegung ist das A und O für einen gesunden Rücken. Durch einen aktiven Alltag und einen rückengerechten Lebensstil kannst Du die arbeitsbedingten Belastungen ausgleichen. Rückengerecht bedeutet: regelmäßig etwas für die Muskulatur und Gelenkigkeit zu tun. Dadurch kannst Du Verspannungen lösen und Deine Muskeln stärken. Dies wiederum entlastet die Gelenke und hilft, Schmerzen zu vermeiden bzw. zu lindern.

 

Wichtig für Deinen Rücken:

  • Regelmäßige Rückengymnastik und gezielte Rückenübungen
  • Abwechslungsreiche Bewegung: Spazieren, Radfahren, Fitness, Yoga, Pilates, Schwimmen …
  • Rehasport
  • Unterstützung durch orthopädische Hilfsmittel (Rückenbandagen, Rückenorthesen)

Bei Rückenschmerzen durch die Arbeit helfen gezielte Übungen

Die Muskeln entlang der Wirbelsäule stützen, stabilisieren und schützen den gesamten Körper. Deshalb ist eine starke Rückenmuskulatur so wichtig. Sie kann Fehl- und Überlastungen oder statische Rückenhaltungen kompensieren. Bei einer untrainierten Muskulatur kommt es zu Verspannungen und Fehlbelastungen. Die Folge sind Rückenschmerzen.

Damit es nicht dazu kommt, nutze unsere Rückenübungen und Trainingsvideos und starte jetzt mit Katzenbuckel, Beckenkippung, Brücke, Vierfüßlerstand, Ellenbogenstütz und Dehnübungen.

Jetzt mitmachen!

Mit Bandage oder Orthese rückengerecht arbeiten

Rückenbandagen und Rückenorthesen stützen, stabilisieren oder entlasten die Wirbelsäule. Therapieziel ist es, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern. Somit können die orthopädischen Hilfsmittel helfen, durch Entlastung rückengerecht zu arbeiten. Sprich mit Deiner Ärztin/Deinem Arzt oder mit Deiner Betriebsärztin/Deinem Betriebsarzt, ob eine Rückenbandage oder Rückenorthese das richtige Hilfsmittel zur Linderung Deiner Beschwerden ist.

Vorab kannst Du Dich im Sanitätshaus zu Rückenbandagen und Rückenorthese beraten lassen und diese kostenlos testen, um Dich von der Wirkweise zu überzeugen.Bei einem Orthesentest kannst Du ausprobieren, ob eine Bandage oder Orthese für Deine Arbeit die passende Lösung ist, um rückengerecht und schmerzfreier zu arbeiten.

Rückenbandagen für rückengerechtes Arbeiten

Die Rückenbandagen Formfit® Back VS und Formfit® Pro Back stabilisieren die Lendenwirbelsäule, schränken ungewollte Bewegungen ein und können dadurch Schmerzen lindern. Die Rückenbandagen sind leicht, komfortabel, atmungsaktiv und stören bei der Arbeit nicht, sodass sie ein rückengerechtes Arbeiten ermöglichen.

Formfit® Back VS
Formfit® Pro Back

Die Formfit® Back VS und Formfit® Pro Back werden wird bei folgenden Beschwerden eingesetzt:

  • Chronische und akute Schmerzen im Lendenwirbelsäulenbereich
  • Überlastungen der lumbosakralen Wirbelsäule (lumbosakral: Übergang von der Lendenwirbelsäule zum Kreuzbein)
  • Schmerzen im Kreuz-Lendenbereich (Hexenschuss)
  • Degenerative Gelenkerkrankungen

Rückenbandagen können vorbeugend getragen werden, damit es bei der Arbeit nicht zu Überlastung und chronischen Rückenschmerzen kommt.

Die Miami LSO™ wird unter anderem bei Spinalkanalstenose, Bandscheibenvorfall, Spondylolisthesis (Wirbelgleiten, Instabilität der Wirbelsäule) und degenerativen Veränderungen der Lendenwirbelsäule ärztlich verschrieben.

Umfrage: Dank Orthese wieder mit Rückenschmerzen arbeiten können

In einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach wurde die positive Wirkung von Bandagen und Orthesen zur Behandlung von Rückenschmerzen bestätigt.

66 % der Befragten, die vor der Behandlung mit einer Rückenbandage/Rückenorthese arbeitsunfähig waren, konnten aufgrund der Versorgung ihre Arbeit schneller wieder aufnehmen.

84 % der Befragten haben dank ihrer Rückenbandage oder Rückenorthese weniger Schmerzen.

Du hast andauernd Rückenbeschwerden von der Arbeit? Dann informiere Dich über Rückenbandagen und Rückenorthesen zur Entlastung der Wirbelsäule.

Arbeiten mit Rückenschmerzen – häufige Fragen

Soll/muss/darf ich mit Rückenschmerzen arbeiten?

Die Gesetzliche Unfallversicherung DGUV erkennt bandscheibenbedingte Erkrankungen der Lendenwirbelsäule (Berufskrankheiten-Nummer 2108 und 2110) als Berufskrankheit an, wenn diese durch langjähriges Heben oder Tragen schwerer Lasten, durch langjährige Tätigkeiten in extremer Rumpfbeugehaltung oder aufgrund von Vibrationen durch Transportfahrzeuge verursacht worden sind.

Arbeiten mit Rückenschmerzen: Für welche beruflichen Tätigkeiten ist eine Rückenbandage oder Rückenorthese geeignet?

Ob eine Rückenbandage oder Rückenorthese Dich bei Arbeit unterstützen kann, hängt von Deiner beruflichen Tätigkeit und Deinen individuellen Beschwerden ab. Bei körperlich anstrengender Arbeit kann beispielsweise eine stabilisierende Orthese die Lendenwirbelsäule unterstützen. Wichtig zu wissen: Eine Rückenbandage bzw. Rückenorthese ist kein Exoskelett (am Körper getragenes Stützgerüst). Diese werden in Industrie, Handwerk oder Bau zum Beispiel zum Heben von schweren Lasten eingesetzt. Bei Tätigkeiten im Sitzen geht es darum, die oft falsche (krumme, vorgebeugte) Haltung zu korrigieren und dadurch die Lendenwirbelsäule zu entlasten und Verspannungen zu vermeiden.

Kann ich eine Rückenorthese gegen meine Schmerzen dauerhaft tragen, um rückengerecht zu arbeiten?

Eine Bandage oder Orthese muss nicht und soll nicht den ganzen Tag getragen werden. Auch hier ist Abwechslung angesagt. Denn eine Bandage oder Orthese ersetzt nicht das unverzichtbare Training der Rumpfmuskulatur.

Bezahlt mein Arbeitgeber eine Rückenorthese, wenn ich Rückenschmerzen von der Arbeit habe?

Rückenbandagen bzw. Rückenorthesen werden ärztlich verordnet. Daher muss man diese nicht bezahlen. Es kann ggf. zu einer Zuzahlung kommen. Wenn Du aufgrund Deiner Rückenschmerzen ein Rezept für eine Rückenbandage bzw. Rückenorthese bekommen hast, erhältst Du diese anschließend im Sanitätshaus.

Ich habe eine Rückenorthese gegen Rückenschmerzen von der Arbeit getestet – wie geht es weiter?

Wenn Du von der Wirkung (Entlastung, Stabilisierung, Schmerzlinderung) überzeugt bist, dann frage Deine Ärztin bzw. Deinen Arzt, ob die Orthese für Deine Diagnose und Deine Rückenschmerzen bei der Arbeit das richtige Hilfsmittel im Rahmen Deiner Rückentherapie ist.

Quellen:

  • Aktion Gesunder Rücken. Rückenwelt im Beruf. https://agr-ev.de/de/rueckenwelt/im-beruf, https://agr-ev.de/de/umfrage-ergebnisse
  • Rückenbandagen und Rückenorthesen: Weniger Schmerz, mehr Mobilität. Ergebnisse der repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag von eurocom e.V. Sonderauswertung März 2020
  • Nationale Burden of Disease-Studie am Robert Koch-Institut. 2021. www.rki.de/DE/Themen/Nichtuebertragbare-Krankheiten/Studien-und-Surveillance/Studien/burden_inhalt.html
  • DAK-Gesundheitsreport 2018. https://www.dak.de/dak/unternehmen/reporte-forschung/dak-gesundheitsreport-2018_12664
  • Gesundheitsatlas Deutschland. Gesundheitsatlas des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). www.gesundheitsatlas-deutschland.de/?selectedDisease=rueckenschmerzen
  • Nationale Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/5_Publikationen/Praevention/Broschueren/Bewegungsempfehlungen_BZgA-Fachheft_3.pdf
  • Beweg dich, Deutschland. Beweg dich, Deutschland! – Herausgeber: Techniker Krankenkasse. www.tk.de/resource/blob/2033598/e36e0c1b6bf74908d1c8e541eaa4a0c3/beweg-dich-deutschland-data.pdf
  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung. Bandscheibenbedingte Wirbelsäulenerkrankungen. www.dguv.de/de/versicherung/berufskrankheiten/muskel-skelett/bandscheibenbedingte/index.jsp