Wie können wir gesund altern? Antworten liefert Longevity (Langlebigkeit), ein Lebensstil-Konzept, das hilft, durch verschiedene Faktoren, wie ausgewogene Ernährung, Bewegung und Prävention, mit hoher Lebensqualität alt zu werden. Erfahre hier mehr über die Bedeutung von Longevity und die wichtigsten Longevity-Faktoren.
Das Wichtigste vorab:
Bei Longevity geht nicht darum, das Leben zu verlängern oder ewig jung zu bleiben, sondern darum, möglichst beschwerdefrei alt zu werden.
Was ist Longevity?
- Der englische Begriff Longevity (Langlebigkeit) leitet sich aus den lateinischen Wörtern longus (lang) und vita (Leben) ab.
- Longevity ist ein ganzheitliches Lebensstil-Konzept, das alle Faktoren vereint, die dazu beitragen, altersbedingte Beschwerden und den Alterungsprozess zu verlangsamen.
- Ziel ist es, nicht die Lebensjahre (Lifespan), sondern die gesunde Lebenszeit (Healthspan) zu verlängern.
- Longevity spricht man übrgiens so aus: Lon · jeh · vuh · tee
Longevity: Lebenserwartung und gesunde Lebenszeit
Anfang des 19. Jahrhunderts lag die Lebenserwartung in Deutschland aufgrund der hohen Kindersterblichkeit bei durchschnittlich Mitte bis Ende 30 Jahre. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden die Menschen durchschnittlich 40 bis 45 Jahre alt. Seit 1950 ist die Lebenserwartung (68,5 Jahre bei Frauen / 64,6 Jahre bei Männern)[1] aufgrund medizinischer Fortschritte und verbesserter Lebensbedingungen um rund 20 Jahre angestiegen. Im Jahr 2024 lag die Lebenserwartung laut Statistischem Bundesamt für Frauen bei 83,5 Jahren und für Männer bei 78,9[2].
83,5 Jahre
Frauen
78,9 Jahre
Männer
Wir leben länger, aber nicht gesünder
Die Lebenserwartung steigt, aber wir leben auch länger krank. In der Altersforschung unterscheidet man die Zeit der gesunden Lebensjahre (Healthspan) von der Gesamtlebensdauer (Lifespan) und den Lebensjahren mit Erkrankungen. Laut aktuellen Statistiken liegt die durchschnittliche Krankheitsdauer bei 9–11 Jahren. „Die Menschen verbringen – auch wenn sie alt werden – durchschnittlich die letzten 11 Lebensjahre mit chronischen Erkrankungen oder funktionellen Einschränkungen.“[3] Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt aktuell, dass Menschen in Deutschland von ø 82 Lebensjahren nur ø 71 Jahre gesund verbringen werden. [4]
Gesamtlebensdauer und gesunde Lebenszeit[5]
Longevity: Faktoren für gesundes Altern
Der Traum von einem langen gesunden und vitalen Leben ist so alt wie die Menschheit. Und genau darauf zielt Longevity ab: mit hoher Lebensqualität alt werden, den Alterungsprozess verlangsamen, Krankheiten vorbeugen und körperlich und geistig fit bleiben.
Wir können nicht aufhalten, dass wir altern. Aber wir können beeinflussen, wie wir altern. Denn die Gene bestimmen nur einen Teil des Alterungsprozesses. Den anderen Teil machen:
- Umwelteinflüsse,
- Ernährung,
- Lebensstil und
- sozioökonomische Faktoren (Einkommen, Bildung usw.) aus.
Durch einen angepassten Lebensstil und Prävention können wir den natürlichen Alterungsprozess und den Verschleiß verlangsamen.
Longevity: Einflussfaktoren auf einen Blick
Gesunde Ernährung
Ungesunde Ernährung, Rauchen, Alkohol
Normalgewicht
Übergewicht
Regelmäßig körperlich aktiv sein, Sport
Bewegungsmangel
Guter Schlaf
Schlafdefizit, Schlafstörungen
Achtsamkeit, Ruhe, Entspanntes Leben
Stress, Zeitmangel, Druck
Soziale Kontakte
Isolation
Geistige Fitness
Mentale Passivität
Gesunde Ernährung
Ungesunde Ernährung, Rauchen, Alkohol
Normalgewicht
Übergewicht
Regelmäßig körperlich aktiv sein, Sport
Bewegungsmangel
Guter Schlaf
Schlafdefizit, Schlafstörungen
Achtsamkeit, Ruhe, Entspanntes Leben
Stress, Zeitmangel, Druck
Soziale Kontakte
Isolation
Geistige Fitness
Mentale Passivität
Wir haben viele Faktoren selbst in der Hand, unsere Longevity zu fördern. Denn die gesunden Lebensjahre verlieren wir nicht zuletzt durch einen ungesunden Lebensstil, der zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes Typ II und muskuloskelettalen Erkrankungen (Arthrose, Rückenschmerzen) führen kann.
Longevity basiert auf einem einen ganzheitlichen Ansatz. Das heißt, verschiedene Longevity-Faktoren tragen dazu bei, gesund zu altern und das Risiko für altersbedingte Krankheiten zu senken.
Nutze unsere Gesundheitstipps fürs Älterwerden. Es ist übrigens nie zu spät, zu beginnen!
Longevity-Faktor 1: Ernährung
Ausgewogen, frisch, nährstoffreich, vielfältig und wenig Zusatzstoffe – so sieht eine gesunde Ernährung aus:
- Frisches Gemüse
- Frisches zuckerarmes Obst
- Proteine aus pflanzlichen Quellen
- Vollkornprodukte
- Gesunde Kohlenhydrate: Quinoa, Süßkartoffeln oder Hülsenfrüchte
- Ballaststoffe
- Ungesättigte Fette (Nüsse, Samen und Olivenöl)
- Wenig rotes Fleisch
- Wenig verarbeitete Lebensmitteln
- Wenig Zucker
Der Verzicht auf stark verarbeitete Lebensmittel ist besonders wichtig, da diese zu viel ungesunde Fette und Zucker enthalten. Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung versorgt den Körper mit den notwendigen Vitaminen und Mineralstoffen.
Mediterrane Ernährung fördert Longevity
Im Zusammenhang von gesunder Ernährung und Lebenserwartung ist die sogenannte Mittelmeerdiät empfehlenswert. Diese basiert auf der traditionellen Küche der Mittelmeerregion der 1960er Jahre. Die mediterrane Kost umfasst frisches Gemüse, Obst, Fisch, Geflügel, Vollkornprodukte, Nüsse, Hülsenfrüchte sowie Olivenöl als Fettquelle.
Longevity-Tipp: vorbereiten statt snacken
Wer seine Mahlzeiten vorbereitet, läuft nicht Gefahr, spontan Fast Food oder Snacks zu kaufen und zu essen. Durch bewusstes Einkaufen und Kochen kommt zudem mehr Vielfalt auf den Speiseplan.
Wasser fördert Longevity
Nicht nur das Essen, auch das Trinken wirkt sich auf die Langlebigkeit aus. So ist Wasser oder Tee ein entscheidender Longevity-Faktor. Zwei Liter oder mehr versorgen den Körper mit ausreichend Flüssigkeit und spülen Giftstoffe aus dem Körper. Flüssigkeit ist übrigens auch wichtig für die Schutzfunktion der Haut und die Leistungsfähigkeit der Muskeln.
Longevity-Faktor 2: Nahrungsergänzungsmittel gegen das Altern sind nicht nötig
Wer sich gesund ernährt, braucht in der Regel keine Nahrungsergänzungsmittel. Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und gesunde Fette etc. decken den Nährstoffbedarf gesunder Menschen ab. Für ein langes Leben braucht es also gesunde Lebensmittel, aber keine künstlichen Zusatzstoffe, die oft mehr versprechen als sie halten. Denn es fehlen wissenschaftliche Nachweise, dass Nahrungsergänzungsmittel gegen das Altern schützen könnten.
Für ein langes gesundes Leben ist es daher nicht wichtig, welche Supplements, sondern welche Lebensmittel auf den Tisch kommen. Ist man sich unsicher, ob man ausreichend mit Vitaminen und Nährstoffen versorgt ist, sollte man medizinischen Rat einholen.
Longevity-Faktor 3: Bewegung fördert gesundes Altern
Bewegung ist ganz entscheidend für ein langes gesundes Leben. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass regelmäßige körperliche Aktivität das Risiko für Diabetes, Herzerkrankungen, Übergewicht und Gelenkerkrankungen senken kann. Ein wichtiger Punkt für ältere Meschen ist, die körperliche Funktionalität zu erhalten, um sich sicher zu bewegen und im Alter selbständig zu bleiben.
In den nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung heißt es: „Ältere Erwachsene sollten möglichst mindestens 150 Minuten pro Woche ausdauerorientierte Bewegung mit moderater Intensität ausüben.“[6] Die Ideal-Formel lautet: 5 x 30 Minuten pro Woche. Dabei liegt der Fokus auf Ausdauer und Regelmäßigkeit, seien es Spaziergänge, Radfahren, Gymnastik, Laufband oder Schwimmen.
Dies entspricht den Empfehlungen der WHO[7], die zudem explizit auf die Vermeidung von Inaktivität und sitzendem Verhalten und auf zusätzliches Krafttraining hinweist.[8] Denn wir verlieren ab dem 30. Lebensjahr kontinuierlich an Muskelmasse. Durch regelmäßiges Kraft- und Ausdauer-Training kann man gegensteuern.
- Ausdauerbelastungen: Pro Woche mindestens 150–300 Min. moderate Ausdauerbelastungen oder mindestens 75–150 Min. intensive körperliche Belastungen
- Krafttraining: Kräftigende Übungen für alle Muskelgruppen mindestens 2 Tage pro Woche
- Sitzen: Die sitzende Zeit minimieren und durch körperliche Aktivität ersetzen
- Für ältere Menschen: Gleichgewichtsübungen und Krafttraining zur Sturzvermeidung an mindestens 3 Tagen pro Woche
Longevity-Tipps für einen aktiven Alltag
- Für die Ausdauer: Walken, Joggen, Radfahren, Wandern, Laufband, Schwimmen
- Aktiver Alltag: tägliche Spaziergänge, Gartenarbeit, Treppe statt Fahrstuhl, Fahrrad statt Auto, wenig Sitzen, Dehnübungen
- Krafttraining: Muskelaufbau funktioniert auch zuhause mit kleinen Hanteln
- Starke Gelenke: Muskelaufbau entlastet und entspannt die Gelenke und ist wesentlich, um zum Beispiel Arthroseschmerzen oder Rückenschmerzen zu reduzieren
- Bei Arthrose: Bewegung versorgt den Knorpel mit Nährstoffen und kann helfen, den Verschleiß zu verlangsamen und die Schmerzen zu lindern. Zudem werden die Gelenke durch gut trainierte Muskeln entlastet.
Effektive Übungen zum gezielten Muskelaufbau
Muskelaufbau mit gezielten Knie-Übungen
Folge unseren Bewegungsübungen für Kniearthrose-Patientinnen und -Patienten
Entlastung mit gezielten Rücken-Übungen
Folge unseren Trainingsvideos zur Stärkung der Lendenwirbelsäule
Was passiert bei zu wenig Bewegung?
Bewegungsmangel hat negative Auswirkungen auf verschiedene Körperfunktionen.
- Die Muskeln werden schwächer. Dadurch werden die Gelenke stärker belastet und die natürliche Stützfunktion des Rumpfes geht verloren. Es kommt zu Fehlhaltungen, was wiederum zu Muskelverspannungen und dauerhafter Gelenküberlastungen führt. Durch eine geringere Muskelmasse braucht der Körper weniger Energie, so dass man zunimmt.
- Bewegungsmangel fördert das Risiko von Herzerkrankungen, Schlaganfall, Bluthochdruck, Diabetes Typ II, Osteoporose, Übergewicht, Muskel-Skelett-Erkrankungen, Gelenkentzündungen und chronischen Rückenschmerzen.
- Durch zu wenig Bewegung steigt bei älteren Meschen das Sturzrisiko und die Unsicherheit bei Bewegungen.
- Ohne ausreichend Bewegung kommt es zu Schlafstörungen.
Körperliche Fitness unterstützt die Mobilität und Aktivität und dadurch auch die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
Longevity-Faktor 4: soziale Kontakte pflegen
Der soziale Austausch ist nicht zu unterschätzen für ein langes Leben, denn er hält uns körperlich, geistig und emotional auf Trab. Familie, Freunde, die Verabredung zum Sport, ein gemeinsamer Spaziergang, der Kaffeeklatsch, der wöchentliche Treffpunkt im Verein … all dies ist anregend für Kopf und Körper. Dialoge, Pläne schmieden, gemeinsame Unternehmungen, soziales Engagement usw. regen uns an und geben uns Lebenssinn und Lebensfreude.
Verlässliche soziale Kontakte fördern die psychische Gesundheit und senken Stress. Isolation dagegen kann die Stimmung trüben und uns in ein negatives Gedankenkarussell führen.
Longevity-Faktor 5: geistig fit bleiben
Gesundes Altern bezieht sich nicht nur auf körperliche Fitness. Die mentale Fitness spielt ebenfalls eine große Rolle. Der soziale Austausch mit anderen Menschen trägt entscheidend dazu bei, geistig fit zu bleiben. Ein neues Hobby fördert die Leistungsfähigkeit des Gehirns. Ebenso hilft gezieltes Gedächtnistraining, zum Bespiel durch Rätseln, Lesen, Spiele oder das Erlernen einer Sprache.
Longevity-Faktor 6: guter Schlaf
Wir brauchen ausreichend Schlaf, weil der Körper sich regeneriert, die Zellen repariert und das Immunsystem stärkt. Wer gut und lange schläft, beeinflusst die gesunde Lebenszeit positiv. Es sollten durchschnittlich 7 bis 8 Stunden sein. Gerade ältere Menschen haben Probleme, einzuschlafen oder durchzuschlafen. Schlafmangel kann sich negativ auf den Alltag, auf die Gesundheit und auf die Longevity auswirken. Durch Schlafmangel ist man weniger leistungsfähig, unkonzentriert, kraftlos und gereizt.
Was stört den Schlaf?
- Zu wenig Bewegung
- Zu wenig Tageslicht und frische Luft
- Zu wenig geistige Beschäftigung
- Erkrankungen
- Nächtliches Wasserlassen
- Psychische Probleme, Ängste, Einsamkeit, Überforderung
- Atemstörungen
- Medikamente
- Koffein und Alkohol
Longevity-Faktor 7: wenig Stress
Zeitmangel, Druck, Herausforderungen … Viele Menschen fühlen sich gestresst. Das wirkt sich negativ auf die Psyche und den Körper aus. Stress beschleunigt den Alterungsprozess. Wer gesund altern will, sollte auf einen entspannten Alltag achten, sich Zeit für die Gesundheit, Familie und Freizeit nehmen. Bewegung, Achtsamkeit und Entspannungstechniken helfen, Stress entgegenzuwirken. Tipp: Mache Pausen vom Alltag durch das, was Dir guttut: ein Treffen mit Freunden, ein Ausflug am Wochenende, ein Spaziergang.
Longevity-Faktor 8: Prävention und Vorsorge
Wir können nicht alles beeinflussen, aber es gibt Erkrankungen, die sich vermeiden lassen. Dazu gehören unter anderem Herz-Kreislauferkrankungen, unerkannter Bluthockdruck und Übergewicht. Durch Longevity-Prävention Prävention und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können frühzeitig Risikofaktoren erkannt und Erkrankungen verhindert werden. Wer gegen diese Krankheiten vorbeugt, hat die Chance, lange gesund und vital zu leben und Alterungsprozesse zu verlangsamen.
Longevity-Faktor 9: nicht rauchen, wenig Alkohol trinken
Rauchen ist nachweislich gesundheitsschädlich und gehört zu den entscheidenden vermeidbaren Risikofaktoren für eine Erkrankung. Das Gleiche gilt für Alkohol.
Alkoholkonsum, ob regelmäßig oder gelegentlich, kann sich negativ auf den biologischen Alterungsprozess auswirken.
Fazit zur Longevity-Bedeutung
Du kannst viel selbst für eine hohe Lebensqualität im Alter tun. Die Longevity-Tipps können Dir dabei helfen, durch ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und ein achtsames Leben gesund und fit alt zu werden und vor allem das Älterwerden zu genießen.
Häufige Fragen zu Longevity
Was genau ist die Bedeutung von Longevity?
Longevity (Langlebigkeit) ist ein ganzheitlicher Ansatz, um durch bestimmte Einfluss-Faktoren möglichst viele Jahre gesund, selbstständig und vital zu leben. Es geht nicht darum, das Leben zu verlängern, sondern die gesunden Lebensjahre zu verlängern.
Ist Longevity das Gleiche wie Anti-Aging?
Nein, Anti-Aging bezieht sich insbesondere auf das äußerliche Erscheinungsbild. Der Begriff wird vor allem in der Kosmetik-Industrie genutzt. Longevity zielt darauf, gesund alt zu werden und altersbedingte Krankheiten zu vermeiden.
Welche Rolle spielen Nahrungsergänzungsmittel gegen das Altern beim Longevity-Konzept?
Nahrungsergänzungsmittel sollten keine Rolle spiele, da eine ausgewogene Ernährung uns ausreichend versorgt. Im Zusammenhang mit Longevity empfiehlt die Wellness-Branche Nahrungsergänzungsmittel.
Was bedeuten Lebensspanne und Gesundheitsspanne?
Die Begriffe Lebensspanne und Gesundheitsspanne kommen aus der Alterns‑ und Gesundheitsforschung.
- Lebensspanne steht für die gesamte Dauer des Lebens (Lifespan).
- Gesundheitsspanne steht für die Jahre, die man gesund und ohne chronische schwere Erkrankungen lebt (Healthspan).
- Lebenserwartung beschreibt die voraussichtliche Lebenszeit. Sie ist ein statistischer Wert, der auf Basis von Geburtsjahr und demographischen Faktoren berechnet wird.
- Longevity (Langlebigkeit) beschreibt die Möglichkeit, ein langes Leben zu führen, das über das durchschnittliche Sterbealter hinausgeht. [9]
Was ist am Longevity-Ansatz kritisch?
Zu unterscheiden ist der Longevity-Ansatz mit Fokus auf Gesundheit und gesundes Altern von den Longevity-Programmen, die sich auf Lifestyle, Beauty und „ewige Jugend“ konzentrieren. Hier steht die Vermarktung von Nahrungsergänzungsmitteln, Angi-Aging-Präparaten, Präventions-Produkten und Longevity-Wellness-Programmen im Fokus. Präparate zur Verlangsamung von Alterungsprozessen sind aufgrund mangelnder wissenschaftlicher Nachweise umstritten.
Quellen
[1] Statista (19.11.2025): Entwicklung der Lebenserwartung bei Geburt in Deutschland nach Geschlecht in den Jahren von 1950 bis 2070.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/273406/umfrage/entwicklung-der-lebenserwartung-bei-geburt-in-deutschland-nach-geschlecht/
[2] Statista (22.11.2025): Lebenserwartung bei Geburt 2024.
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/07/PD25_266_12621.html
[3] Deutsches Ärzteblatt (2025): Longevity: Langes Leben auf Kosten der Gesundheit.
https://www.aerzteblatt.de/archiv/longevity-langes-leben-auf-kosten-der-gesundheit-afad40d6-46dc-443d-9d96-a3d4a6a771fc
[4] World Health Organization (2023): Health data overview for the Federal Republic of Germany. https://data.who.int/countries/276
[5] Garmany A. et al. (2021): Longevity leap: mind the healthspan gap.
https://www.nature.com/articles/s41536-021-00169-5
[6] Garmany A. et al. (2024): Global Healthspan-Lifespan Gaps Among 183 World Health Organization Member States.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39661386/
[7] Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (früher: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) (2017): Forschung und Praxis der Gesundheitsförderung, Sonderheft 03: Nationale Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung.
https://shop.bioeg.de/sonderheft-03-nationale-empfehlungen-fuer-bewegung-und-bewegungsfoerd-60640103
[8] World Health Organization (2018): Global action Plan on physical activity 2018–2030: more active people for a healthier world. Geneva.
https://iris.who.int/server/api/core/bitstreams/33339c9c-3a9f-46d4-9f12-ae9ff0dfdc6a/content
[9] World Health Organization (2020): WHO guidelines on physical activity and sedentary behaviour: at a glance. Geneva.
https://iris.who.int/server/api/core/bitstreams/f3885485-e7eb-4504-8026-edd9bb53a6ee/content
[10] Max-Planck-Institut (Abruf 17.02.2026): Was bedeuten die Begriffe Lebenserwartung, Lebensdauer, Langlebigkeit und Gesundheitsspanne?
https://www.age.mpg.de/was-bedeuten-die-begriffe-lebenserwartung-lebensdauer-langlebigkeit-und-gesundheitsspanne