„Dieser Tag ist für immer in mein Gedächtnis eingebrannt. Der Tag, an dem ich kein glückliches Händchen hatte – im wahrsten Sinne des Wortes. Ich kann dem, was passiert ist, nicht entkommen, aber ich kann weitermachen.“
Mike, Personal Trainer aus Manchester, England, verlor 2016 bei einem Arbeitsunfall zwei seiner Finger an der rechten Hand. Nach vier Jahren ohne prothetische Unterstützung wird er auf die mechanischen Fingerprothesen von Össur aufmerksam – und sein Leben ändert sich schlagartig.
Der 19. Juli 2016 – diesen Tag wird Mike wohl nie wieder vergessen. Bei der Arbeit auf einer Baustelle gerät seine Hand in eine große Erdbohrmaschine, die er gerade bediente, und wird zerquetscht. Dass das nicht gut ausgehen würde, ahnte Mike sofort.
Trotz des Schocks und angetrieben vom Adrenalin gelingt es ihm, gemeinsam mit einem Kollegen den Weg ins nächste Krankenhaus zu finden – in einer fremden Stadt, mit abgebundener und hochgehaltener Hand. In der Notaufnahme geht alles sehr schnell: Mike wird sofort operiert, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.
Doch die Ärzte:innen können nicht viel retten: Der größte Teil seiner beiden mittleren Finger ist verloren, und auch sein kleiner Finger verkalkt anschließend und wird unbeweglich.
Der Tiefpunkt: Hilfe beim Essen brauchen
Während Mike den Unfall noch gefasst ertrug, wurde ihm in der anschließenden Reha die Tragweite seiner Situation schmerzhaft bewusst. Sein Leben veränderte sich radikal: Statt eines vollen Arbeitspensums und eines aktiven Soziallebens fand er sich in Isolation wieder – völlig abhängig von der Hilfe seiner Mutter. Denn selbst beim Zerschneiden des Essens war er auf Unterstützung angewiesen.
Diese Erkenntnis markierte seinen absoluten Tiefpunkt. Die Folgen: Posttraumatische Belastungsstörung, Angstzustände und Depressionen, die ihm zwei wertvolle Jahre seines Lebens raubten.
Nur langsam wurde Mike klar, dass es so nicht weitergehen konnte. Die Trauer um sein früheres Leben war legitim, doch irgendwann musste es wieder bergauf gehen. Sein Ziel: sich mental und körperlich herauszufordern und all die Dinge zu tun, von denen man ihm gesagt hatte, dass er sie nie wieder schaffen würde.
Er griff zur Literatur, die ihm half, sein Selbstvertrauen zurückzugewinnen, und begann, nach Lösungen zu suchen.
„Ich hatte keine Ahnung, dass es solche Lösungen für amputierte Finger gibt. Eine Prothese, die wirklich für mich funktionierte! Das gab mir unglaublich viel Hoffnung für die Zukunft. Zum ersten Mal konnte ich mir vorstellen, wieder zu arbeiten.“
Neue Perspektiven dank MCPDriver®
„Ich hatte keine Ahnung, dass es solche Lösungen für amputierte Finger gibt. Eine Prothese, die wirklich für mich funktionierte! Das gab mir unglaublich viel Hoffnung für die Zukunft. Zum ersten Mal konnte ich mir vorstellen, wieder zu arbeiten.“
Mike wurde mit dem MCPDriver® versorgt. Und Schritt für Schritt änderte sich sein Leben. Ein neues Selbstbewusstsein stellte sich ein, die Phantomschmerzen verschwanden, er konnte den Medikamentencocktail zur Schmerzbehandlung absetzen und wagte schlussendlich einen beruflichen Neuanfang: Personal Trainer – sein Traumberuf.
Mit den Fingerprothesen ausgestattet, wollte Mike alles aus seinen Möglichkeiten herausholen. „Ich wusste immer, dass ich so eine prothetische Lösung wollte, aber mir war nicht bewusst, wie sehr ich sie brauchte. Nichts fühlt sich jetzt mehr wie ein Hindernis an, sondern nur noch wie eine Herausforderung, der ich mich gerne stelle.“
Was Mike verwendet
Mike nutzt den MCPDriver® – eine manuell gesteuerte Fingerprothese, die für Menschen mit Finger- oder Teilhandamputation entwickelt wurde. Er trägt sie an zwei Fingern seiner rechten Hand.