Ein Tag mit Markus Rehm und seinem Pro-Flex Terra

Es ist 07:30 Uhr und der Wecker klingelt. Markus Rehm gehört zu den Menschen, die gerne etwas später aufstehen – eine der angenehmen Seiten des Sportlerdaseins. Den frühen Vogel – den können andere beobachten.

Der Tag startet mit Training

Nun erst mal frühstücken. Ohne sein Porridge geht der Para-Athlet nicht aus dem Haus. Als Zweites steht Training auf dem Programm. Heute liegt der Fokus auf Stabilisation. „Dieses Training ist sehr vielfältig und bedeutet, dass ich zu jeder Zeit sicher und stabil stehen muss. Und das kann ich mit dem Pro-Flex Terra. Ich kann mich absolut darauf verlassen. Mit unebenen Trainingsuntergründen hat er keinerlei Probleme.“

Und dann gehts in den Kraftraum.

„Da stemme ich mitunter 90 bis 100 Kilo, die dann zusätzlich zu meinem Körpergewicht von dem Fuß getragen werden müssen. Und hier schätze ich sehr, dass ich mit dem Fersenkeil-Set den Härtegrad manuell und vor allem schnell einstellen kann. Aber der Pro-Flex Terra funktioniert auch ohne Keil schon hervorragend!“

Entwicklung und Testung des Pro-Flex Terra

Markus Rehm ist ein echter Fan vom Pro-Flex Terra, hat ihn sogar mitentwickelt und lange getestet. „Die Frage damals von dem Entwickler-Team war: Wie stellst Du Dir den perfekten Fuß vor? Und ich sagte: Nun, für mich ist ein Fuß perfekt, wenn ich mir in einer bestimmten Situation nicht die Gedanken machen muss, ob ich jetzt den Fuß wechseln muss oder nicht. Ist der für diese Situation geeignet oder nicht? Wenn ich am See bin, will ich nicht überlegen müssen, ob mein Fuß wasserfest ist. Oder wie lange es braucht, um den Sand wieder vollständig aus der Kosmetik zu bekommen. Oder ob er das Chlorwasser abkann, wenn ich jetzt ins Schwimmbad gehe. Ich brauche in meinem Alltag einen komfortablen Fuß, der die Power hat, alles mitzumachen und mich gut zu unterstützen.“

Als der Leverkusener nach Island zur Testung des Fußes gereist und den Prototypen Probe gelaufen ist, da breitete sich ein breites Grinsen auf seinem Gesicht aus.

„Ich dachte sofort: Ja, das ist es! Der ist noch nicht mal ganz fertig und hat schon so viel Potenzial!“

Markus über den Pro-Flex Terra

Orthopädietechnikermeister aus Leidenschaft

Aber zurück in den Alltag des 36-Jährigen. Nach dem Training ist Zeit für eine Pause, Mittag und den ersten Kaffee. Und den trinkt er mit Genuss. Gleich danach geht es schon zum nächsten Termin ins Sanitätshaus, für das er nebenbei arbeitet. Hier ist er mit viel Leidenschaft als Orthopädietechnikermeister tätig. „Ich kann neben meiner Sportkarriere nicht mehr allzu viel hier arbeiten, aber mir macht jede Minute Spaß. Was für ein Luxus, wenn man zwei Leidenschaften hat und die dann auch noch beruflich ausüben kann!“

Zuhören und Empathie sind das A und O

Viele Kunden:innen kommen natürlich auch wegen des berühmten Ausnahmeathleten. Vor allem, weil er weiß, was gut funktioniert. Markus hat so viele Prothesenfüße zu Hause wie andere Leute Schuhe –und hat noch sehr viel mehr während seiner Laufbahn getestet. Das ist ein Erfahrungsschatz, an den niemand so leicht rankommt. Da ist es nicht verwunderlich, dass sich seine Kollegen:innen sehr gern Rat bei ihm einholen. 

Hauptaufgabe bei einem Termin mit einem:einer Patienten:in: Sehr gut zuhören. Daraus ergeben sich die Bedürfnisse und die passende Versorgung. Und das ist immer wieder spannend.“
Zu spannend, als das Markus seinen Job endgültig an den Nagel hängen könnte.

“Menschen zu helfen, wieder mobil zu werden, ist eines meiner größten Ziele.”

Endlich Badeschlappen tragen

„Der Pro-Flex Terra ist enorm anpassungsfähig, was ihn zu einem echten Allrounder macht! Wenn der Kalender voll ist und ich spät dran bin, dann gibt er mir die nötige Energie beim Gehen, um schnell von einem zum anderen Termin zu kommen. Natürlich gibt mir meine Sportprothese noch mehr Energie zurück, aber für einen Alltagsfuß ist das schon der Wahnsinn!“

Begeistert ist Markus auch, weil der Fuß eigentlich im Großen und Ganzen wie alle anderen aussieht und trotzdem so viel in ihm steckt. Ein echter Jubelgrund: Bisher waren im Urlaub Badeschlappen keine Option. „Das muss man sich mal vorstellen! Wir sind grundsätzlich so weit mit Technik und Forschung, aber Prothesentragende haben keine freie Schuhwahl. Na ja, aber das ist ja nun vorbei! Endlich! Was für ein Fortschritt! Dieser Fuß ist ein echter Gamechanger! Denn: Von vielen wird der Komfort von Badeschlappen unterschätzt! Es geht so schnell: reinschlüpfen und loslaufen. Bisher für Beinprothesentragende nicht möglich. Aber jetzt! Sogar ohne sich zu bücken! Nun hat man aber auch leider keine Ausrede mehr beim Müll rausbringen!“

Entspannung nach langen Tagen

Feierabend hat Markus danach noch lange nicht. Zurzeit sind seine Tage lang, oft enden sie im Büro vor dem PC. Und am Wochenende? Da ist er viel in der Werkstatt – in eigener Sache: optimieren, reparieren, testen.

“„Für mich ist der Pro-Flex Terra der perfekte Fuß. Am Markt gibt es keine Alternativen. Und ich bin da ja schon sehr anspruchsvoll!“ ”

Neben dem SandalFix für die Badeschlappen ist Markus ebenfalls hingerissen von dem einfach zu öffnenden Fuß-Cover. „Nicht nur für die Nutzenden sind die Fuß-Cover immer eine Herausforderung beim Öffnen gewesen, sondern auch für Techniker:innen bei der Wartung. Und jetzt macht man es auf, Fuß raus, reinigen, Fuß rein, zu, fertig! So einfach kann es sein! Was für eine fantastische Erfindung. Die Ingenieur:innen auf Island haben echt ganze Arbeit geleistet!“

Um den Kopf freizubekommen, schnappt er sich ab und an sein Wakeboard, und dann gehts ab aufs Wasser. Im Winter ist es dann das Snowboard. „Man ist so im Moment, das ist einfach großartig! Da kann man mal richtig abschalten!“ Ein bisschen mehr Zeit für sich, abseits von Arbeit, Training und Projekten, das wäre schön. Aber noch ist alles viel zu spannend, um eine echte Sehnsucht danach zu haben. Und wer weiß schon, wie lange der Körper noch mitspielt?