Du warst immer ein sportlicher Typ? Perfekt! Lass Dich von der Amputation bloß nicht ins Aus bugsieren. Du bist Einsteiger und suchst nach der richtigen Sportart für Dich? Super! Denn klar ist: Sich körperlich fit zu halten ist wichtig für Deine Gesundheit. Nach der Rehabilitation fördert sie den Umgang mit der Prothese und beugt gesundheitlichen Problemen vor. Außerdem hilft Sport gegen schlechte Stimmung und Depressionen. Und Spaß machen der Austausch und das Zusammentreffen mit Gleichgesinnten schließlich auch.

Abhängig von Deiner körperlichen Konstitution kannst Du aus einem breiten Spektrum von Sportarten wählen. Für Einsteiger empfiehlt sich beispielsweise Wandern oder Nordic Walking. Es ist einfach, bedarf kaum Ausrüstung und ist immer und überall möglich. Die Stöcke bieten zudem das nötige Maß an Sicherheit. Sportarten wie Fahrradfahren und Schwimmen sind ebenfalls perfekt, um körperlich aktiv zu sein. Vor allem das Schwimmen bietet weniger belastbaren Menschen die Chance, etwas für sich und ihre Gesundheit zu tun. Fahrradfahren stellt keine besonderen Anforderungen an die Beinprothese, wobei es prothetische Kniegelenke mit einer Fahrradfunktion gibt, wie unser Rheo Knee XC. Auch Dreiräder, Liegefahrräder oder Handbikes sind eine gute Möglichkeit, per Rad unterwegs zu sein. Wenn du eine Armprothese trägst, solltest Du mit Deinem/Deiner OrthopädietechnikerIn besprechen, ob eine spezielle Sportprothese, die sich bei einem Sturz beispielsweise automatisch öffnet, für Dich Sinn macht.

Eins ist klar: Ob Einsteiger, Amateur-, Leistungs- oder Extremsportler, ob Sitzball, Yoga, Ausdauer oder Kampfsport – die moderne Prothetik hilft Dir, selbst sportliche Hürden zu meistern.
Wichtig ist nur: Sportarten mit höherer Intensität und Belastung sind nicht nur auf eigene Gefahr zu genießen. Für die richtige Prothesenversorgung für Deine Sportart lass Dich bitte ausführlich von Deinem/Deiner TechnikerIn beraten und erarbeitet gemeinsam prothetische Lösungen „für Dein Leben mit Sport“. Um Schäden an der Prothese auf Grund einer Überlastung zu vermeiden und Deine Sicherheit zu gewähren, solltest Du Belastungs- und Aktivitätsansprüche unbedingt mit Deinem/Deiner OrthopädietechnikerIn besprechen. Also: Ab in die Startlöcher mit Dir!

Weitere Infos findest du beim Deutscher Behindertensportverband.