Was kann ich selbst tun?

Bei Knie- oder Hüftarthrose kann ein gesunder Lebensstil die Therapie deutlich unterstützen und Ihnen helfen, Ihr eigenes Gelenk möglichst langfristig zu erhalten. Dies kann durch regelmäßiges Training, gegebenenfalls eine Anpassung des Körpergewichts und eine ausgewogene Ernährung erreicht werden.

Oft ist der erste Impuls das schmerzende Gelenk zu schonen. Doch leider ist genau dies falsch und ein Teufelskreislauf wird in Gang gesetzt. Bewegung ist für die Gelenke wichtig, da nur so der Knorpel mit Nährstoffen versorgt und Schadstoffe abtransportiert werden können. Ist dies nicht der Fall, wird der Knorpel porös und der Abbau beschleunigt sich. Zusätzlich entstehen Entzündungen. Auch auf Muskulatur, Sehnen und Bänder hat Sport eine positive Wirkung: Sie werden gekräftigt und können das Kniegelenk besser stabilisieren.

Durch eine ausgewogene, an die individuellen Bedürfnisse angepasste Ernährung kann die Schmerztherapie unterstützt werden. Denn was wir essen hat einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung von Entzündungen in unserem Körper. Und jedes zusätzliche Kilo Gewicht bedeutet 3 Kilo mehr Belastung für die Knie.

Kombination aus Bewegung und Ernährungsumstellung

Arthrose-Patienten haben oft das Problem, dass sie ungewollt und unerwartet zunehmen. Dies kann mit einer Reduktion der Bewegung und einer Verlangsamung des Metabolismus zusammenhängen. Sich einmal die eigenen Ernährungsgewohnheiten genauer anzuschauen kann daher Sinn machen. Übergewicht ist sowohl für die Entstehung als auch für das Fortschreiten der Arthrose ein Risikofaktor. Denn jedes zusätzliche Kilo Gewicht bedeutet 3 Kilo mehr Belastung für die Knie. Zusätzlich werden vom Körperfett entzündungsfördernde Stoffe produziert, die den Knorpelabbau begünstigen.

Eine Kombination aus gesunder Ernährung und ausreichend Bewegung kann helfen, das Körpergewicht zu normalisieren und den Knorpel zu schützen.